Schadenmanagement
Schadenfrequenz: Warum die Zahl der Schäden so wichtig ist
Was ist die Schadenfrequenz?
Die Schadenfrequenz zählt, wie oft Schäden auftreten – unabhängig davon, wie teuer sie sind. Sie wird oft pro Jahr angegeben, etwa als Zahl der Schäden je Objekt oder je 100 Wohneinheiten. Zusammen mit der Schadenquote, die das Verhältnis von Schadenaufwand zu Prämie zeigt, ergibt sie ein vollständiges Bild des Schadenverlaufs.
Warum ist die Frequenz für Versicherer wichtig?
Ein einzelner Großschaden kann Zufall sein. Viele kleine Schäden deuten dagegen auf ein strukturelles Problem hin – etwa auf alte Leitungen, mangelhafte Wartung oder fehlende Prävention. Zudem verursacht jeder Schaden Bearbeitungskosten, auch wenn die Entschädigung gering ist. Versicherer reagieren auf eine hohe Frequenz daher häufig mit Selbstbehalten für bestimmte Gefahren, mit Sanierungsauflagen oder mit einer Prämienanpassung.
Welche Schäden treiben die Frequenz typischerweise?
- Wiederkehrende Leitungswasserschäden in älteren Mehrfamilienhäusern
- Kleine Sturmschäden an Dächern mit Wartungsrückstand
- Glas- und Vandalismusschäden in exponierten Lagen
Wie lässt sich die Frequenz senken?
- Ursachen je Schaden dokumentieren und Muster erkennen (Schadenhistorie).
- Gezielt sanieren, etwa betroffene Leitungsstränge (Risikosanierung).
- Prävention wie Leckagesensoren, Wartungsverträge und Kontrollgänge einführen.
- Einen passenden Selbstbehalt wählen, um Kleinschäden selbst zu tragen.
Wie Versicherer die Frequenz gewichten, unterscheidet sich je nach Unternehmen und Vertragsmodell.
Häufig gestellte Fragen
Was ist schlimmer: viele kleine Schäden oder ein großer?
Das hängt vom Einzelfall ab. Viele Versicherer bewerten eine hohe Schadenfrequenz kritisch, weil sie auf strukturelle Ursachen hindeutet.
Zählen Schäden unter dem Selbstbehalt zur Frequenz?
Wenn sie gemeldet werden, fließen sie häufig in die Statistik ein. Ob eine Meldung erforderlich ist, regelt der Vertrag.
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