Schadenmanagement

Schadenfrequenz: Warum die Zahl der Schäden so wichtig ist

Aktualisiert am
October 4, 2026
Von
Sascha Senninger

Was ist die Schadenfrequenz?

Die Schadenfrequenz zählt, wie oft Schäden auftreten – unabhängig davon, wie teuer sie sind. Sie wird oft pro Jahr angegeben, etwa als Zahl der Schäden je Objekt oder je 100 Wohneinheiten. Zusammen mit der Schadenquote, die das Verhältnis von Schadenaufwand zu Prämie zeigt, ergibt sie ein vollständiges Bild des Schadenverlaufs.

Warum ist die Frequenz für Versicherer wichtig?

Ein einzelner Großschaden kann Zufall sein. Viele kleine Schäden deuten dagegen auf ein strukturelles Problem hin – etwa auf alte Leitungen, mangelhafte Wartung oder fehlende Prävention. Zudem verursacht jeder Schaden Bearbeitungskosten, auch wenn die Entschädigung gering ist. Versicherer reagieren auf eine hohe Frequenz daher häufig mit Selbstbehalten für bestimmte Gefahren, mit Sanierungsauflagen oder mit einer Prämienanpassung.

Welche Schäden treiben die Frequenz typischerweise?

  • Wiederkehrende Leitungswasserschäden in älteren Mehrfamilienhäusern
  • Kleine Sturmschäden an Dächern mit Wartungsrückstand
  • Glas- und Vandalismusschäden in exponierten Lagen

Wie lässt sich die Frequenz senken?

  • Ursachen je Schaden dokumentieren und Muster erkennen (Schadenhistorie).
  • Gezielt sanieren, etwa betroffene Leitungsstränge (Risikosanierung).
  • Prävention wie Leckagesensoren, Wartungsverträge und Kontrollgänge einführen.
  • Einen passenden Selbstbehalt wählen, um Kleinschäden selbst zu tragen.

Wie Versicherer die Frequenz gewichten, unterscheidet sich je nach Unternehmen und Vertragsmodell.

Häufig gestellte Fragen

Was ist schlimmer: viele kleine Schäden oder ein großer?

Das hängt vom Einzelfall ab. Viele Versicherer bewerten eine hohe Schadenfrequenz kritisch, weil sie auf strukturelle Ursachen hindeutet.

Zählen Schäden unter dem Selbstbehalt zur Frequenz?

Wenn sie gemeldet werden, fließen sie häufig in die Statistik ein. Ob eine Meldung erforderlich ist, regelt der Vertrag.

Fachbeitrag von SBC Immorisk

Sascha Senninger

Geschäftsführer, SBC symbio GmbH & Co. KG

Versicherungsmakler nach § 34d Abs. 1 GewO

SBC Immorisk ist die auf Versicherungs-, Risiko- und Schadenmanagement von Immobilienbeständen spezialisierte Marke der SBC symbio GmbH & Co. KG. Unsere Fachbeiträge richten sich an Hausverwaltungen, Wohnungseigentümergemeinschaften und Bestandshalter.

Hinweis: Die Erklärungen im Glossar sind allgemeine Informationen und keine Rechtsberatung. Ob Versicherungsschutz besteht, hängt immer vom jeweiligen Versicherungsvertrag und den vereinbarten Bedingungen ab.

Mehr über SBC Immorisk

Versicherungsschutz für Ihre Immobilien prüfen

Wir prüfen Versicherungssummen, Deckungsumfang und Vertragsbedingungen Ihrer Objekte strukturiert – unabhängig und ohne Tarifrechner.