Wenn klassische Gebäudeversicherung nicht mehr funktioniert.

Kündigung durch den Vorversicherer, hohe Schadenquote oder besondere Gebäuderisiken können die Neuplatzierung erheblich erschweren. Wir unterstützen Immobilieneigentümer und Verwalter bei der strukturierten Aufbereitung und erneuten Platzierung komplexer Immobilienrisiken.

Risiko prüfen lassen
Eine Kündigung verändert die Ausgangslage.

Wird ein Vertrag durch den bisherigen Versicherer gekündigt oder nicht verlängert, kann die anschließende Neuplatzierung deutlich schwieriger werden. Neue Versicherer prüfen insbesondere:

KündigungsgrundSchadenhistorieSchadenfrequenzSchadenhöheNutzungGebäudezustandBrandschutzElementarexponierungSanierungsmaßnahmenOffene AnforderungenSelbstbehalte

Deshalb sollte ein problematisches Risiko nicht einfach wahllos bei möglichst vielen Versicherern angefragt werden.

Schwierige Risiken brauchen eine kontrollierte Marktbearbeitung.

Eine unstrukturierte Ansprache vieler Versicherer kann die Situation verschlechtern. Stattdessen sollte zunächst geklärt werden:

  1. Warum wurde gekündigt?
  2. Wie sieht die Schadenhistorie konkret aus?
  3. Welche Maßnahmen wurden bereits umgesetzt?
  4. Welche Risiken bestehen weiterhin?
  5. Welche Selbstbehalte sind wirtschaftlich tragbar?
  6. Welche Versicherer oder Spezialanbieter passen zum Risiko?
  7. Ist eine Portfolio- statt Einzelbetrachtung möglich?
  8. Müssen einzelne Risiken separat strukturiert werden?
Typische Problemfälle
Kündigung durch Vorversicherer
Der bisherige Versicherer beendet den Vertrag nach Schadenverlauf, strategischer Bestandsbereinigung oder veränderter Risikoeinschätzung. Eine Kündigung bedeutet nicht automatisch, dass keine neue Versicherung möglich ist – sie verändert jedoch die Anforderungen an Aufbereitung und Platzierung.
Hohe Schadenquote
Mehrere Leitungswasserschäden, häufige kleinere Schäden, einzelne Großschäden oder wiederkehrende technische Ursachen. Entscheidend ist nicht nur die Schadenquote, sondern auch, ob Ursachen erkannt und Maßnahmen umgesetzt wurden.
Brandschutzprobleme
Offene Brandschutzmaßnahmen, fehlende Dokumentation, problematische Brandabschnitte oder Sprinkler-/BMA-Themen. Hier kann eine Kombination aus technischer Bewertung, Maßnahmenplan und Versicherermarktansprache notwendig sein.
Problematische Nutzung
Logistik, Lager, Kunststoff, Recycling, Produktion, Gastronomie, Hotel, Einkaufszentrum, gemischte Nutzung oder hohe Brandlast.
Leerstand und Umnutzung
Leerstände und Nutzungsänderungen können die Risikobewertung deutlich verändern.
Sonderimmobilien
Einkaufszentren, Hochhäuser, historische Gebäude, Hotels, Pflegeimmobilien, große Gewerbeparks, Logistikzentren, Mixed-Use-Komplexe.
Vom problematischen Risiko zur strukturierten Platzierungsstrategie
1. Risikoaufnahme
Gebäude, Nutzung, Versicherungswerte, Schadenhistorie, Kündigungsgrund, technische Besonderheiten, bestehende Maßnahmen, offene Anforderungen.
2. Schadenanalyse
Nicht nur „wie viele Schäden“, sondern welche Schäden, welche Ursachen, Einzelfall oder systemisches Problem, welche Maßnahmen bereits umgesetzt wurden. Ziel: die Schadenhistorie nachvollziehbar erklären.
3. Risikoverbesserung
Falls erforderlich: Erarbeitung eines Maßnahmenplans gemeinsam mit geeigneten Fachleuten – Leitungswasserschadenprävention, Brandschutz, technische und organisatorische Maßnahmen, Dokumentation, höhere Selbstbehalte.
4. Risikopräsentation
Eine professionelle Risikoaufbereitung für den Versicherungsmarkt – Objektbeschreibung, Nutzung, Versicherungswert, Schadenhistorie und -ursachen, umgesetzte und geplante Maßnahmen, Fotos, Brandschutzinformationen, Risikobewertung. Die Darstellung zeigt: Das Risiko wird aktiv gemanagt.
5. Selektive Marktansprache
Gezielte Ansprache geeigneter Versicherer, Assekuradeure oder Spezialmärkte. Keine Garantie auf Deckung – Ziel ist eine realistische und wirtschaftlich tragfähige Platzierungsstrategie.

6. Platzierung

Verhandlung und Bindung der finalen Lösung mit dem geeigneten Versicherer oder Spezialmarkt – als Basis für laufende Risikoverbesserung und künftige Renewals.

Wir verkaufen dem Versicherer nicht nur ein Risiko. Wir erklären es.

Gerade schwierige Immobilienrisiken scheitern häufig nicht nur am Risiko selbst, sondern auch an schlechter Datenqualität, unvollständiger Schadenhistorie oder fehlender Darstellung bereits umgesetzter Maßnahmen. Professionelle Aufbereitung kann die Entscheidungsgrundlage des Underwriters verbessern.

Wenn eine WEG vom Versicherer gekündigt wird

Eine Kündigung stellt Hausverwaltungen häufig vor erhebliche organisatorische Herausforderungen: kurzfristiger Handlungsdruck, Eigentümerfragen, Beirat und Beschlussfassungen, fehlende Alternativangebote, schwierige Schadenhistorie, notwendige Sanierungsmaßnahmen.

Spezialrisiko-Team für Hausverwaltungen

Analyse der Kündigungssituation, Aufbereitung der Schadenhistorie, Einholung notwendiger Informationen, Marktansprache, Vorbereitung von Entscheidungsgrundlagen, Unterstützung bei Beirat und Eigentümerkommunikation, laufende Schaden- und Risikobetreuung.

Versicherer hat eine WEG gekündigt?

Wir prüfen zunächst strukturiert die Ausgangslage und besprechen, welche Möglichkeiten für eine Neuplatzierung bestehen.

Vielen Dank! Ihre Anfrage ist bei uns eingegangen.
Hoppla! Beim Absenden des Formulars ist ein Fehler aufgetreten.
Portfolio-Ansatz

Schwierige Einzelobjekte können möglicherweise anders betrachtet werden, wenn sie Teil eines größeren Immobilienportfolios sind. Beispiel: 30 Immobilien im Bestand, davon 27 mit guter Schadenhistorie und 3 problematische Gebäude. Dann kann geprüft werden, ob eine gemeinsame Portfolioausschreibung, separate Platzierung problematischer Objekte, angepasste Selbstbehaltsstruktur, Risikoteilung oder unterschiedliche Versichererstruktur sinnvoll sein könnte.

Eine Portfolioeinbindung schafft nicht automatisch Versicherbarkeit – sie ist ein möglicher Baustein der Strategie.

Vom Schadenrisiko zurück zur Versicherbarkeit

Bei Immobilien mit problematischer Schadenhistorie verfolgen wir einen langfristigen Ansatz – Risikoverbesserung statt jährlicher Versicherersuche.

Jahr 1
Schadenanalyse und Sofortmaßnahmen
Jahr 2
Monitoring, Prävention und Dokumentation
Jahr 3
Verbesserte Risiko- und Schadenhistorie für Renewal / Ausschreibung
Nach erfolgreicher Platzierung beginnt die eigentliche Arbeit.

Versichereranforderungen, Risk-Engineering-Maßnahmen und vereinbarte Sicherheitsmaßnahmen werden strukturiert dokumentiert und nachverfolgt – eng verknüpft mit Versicherungs-Compliance.

Problemrisiko Risikoanalyse Platzierung Risikoverbesserung Versicherungs-Compliance Schadenmonitoring Renewal
Beispielhafte Darstellung
[Mockup – illustrative Beispieldaten, kein echter Kundenfall, keine Versicherernamen]
Spezialrisiko-Status – Objekt: Gewerbepark Süd
Vorversicherer: gekündigt
5-Jahres-Schäden: 7
Schadenvolumen: 420.000 €
Hauptursache: Leitungswasser
Risikoverbesserungen: 8 (6 umgesetzt, 2 offen)
Platzierungsstatus: Marktansprache
Wir reichen schwierige Risiken nicht einfach weiter. Wir bereiten sie auf.
Problemrisiko → Risikoanalyse → Schadenanalyse → Risikoverbesserung → Angebotsanfrage → Selektive Marktansprache → Platzierung → Versicherungs-Compliance → Renewal

Gerade bei problematischer Schadenhistorie muss der Underwriter verstehen:

Risk-Check für Ihr Portfolio
Wir nehmen Policen, Objektlisten, Schadenhistorie und Beschlusslage auf, zeigen Deckungslücken und Prozessrisiken und liefern eine Entscheidungsgrundlage, die in einer Eigentümerversammlung Bestand hat. Ohne Wechseldruck und ohne Tarifrechner.
Erstgespräch anfragen